Konzertreise

Konzertreise nach Zistersdorf war ein schönes Erlebnis

Nach drei Jahren war es wieder soweit. Der Gesangverein Nienhagen ging auf große Reise. Am 2. Oktober 2009 um 5 Uhr in der Früh ging es mit dem Reisebus los. Irgendwie waren alle noch ein bisschen müde, dennoch war die Aufregung zu spüren. Das Ziel war Zistersdorf in Niederösterreich. Mit dieser Stadtgemeinde hat Nienhagen eine Partnerschaft, die der Gesangverein auf diese Weise belebt.

Über Dresden – und das sollte für den Chor noch eine besondere Bedeutung bekommen – und Prag, kamen die Reisenden am Abend in Zistersdorf an. Dort wurden sie herzlich von Gottfried Zelenka, dem Stadtrat für das Kulturwesen, begrüßt.

Am darauffolgenden Tag ging es nach Steinabrückl. Zuvor wurde Wiener-Neustadt besichtigt. Am Abend fand für den Gesangverein Nienhagen das erste Konzert dieser Reise in einer reizvollen kleinen Kirche mit eindrucksvoller Akustik statt. Gesungen wurden geistliche Stücke und Motetten von Mozart, Schütz, Haydn und anderen. Die neue Chorkleidung, die anläßlich dieser Konzertreise angeschafft wurde, gelbe Schals und Krawatten mit dem Logo des Gesangvereins zu schwarzer Kleidung, wirkten sehr eindrucksvoll.

Am Sonntag in Zistersdorf haben die Sängerinnen und Sänger am Gottesdienst teilgenommen und auch dort einige Stücke vorgetragen. Am Nachmittag wurde sich dann auf das Konzert vorbereitet, da der Gesangverein mit dem dortigen Kirchenchor und dem Orchester gemeinsam auftraten. Zum frühen Abend war es dann soweit. Der Kultursaal in Zistersdorf war bis auf den letzten Platz besetzt. Der eindrucksvolle Abschluss war ein gemeinsames Stück der beiden Chöre mit dem Orchester. Im Anschluss daran trafen sich alle Beteiligten zum Kennenlernen und gemeinsamen Austausch. Die Zistersdorfer haben die Gäste köstlich bewirtet.

Montag morgen ging es dann nach Wien. Dort wurde das Schloss Schönbrunn besichtigt. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Die darauffolgenden Tage standen dann ganz im Zeichen des Weines. Natürlich wurde dieser auch genossen, aber vornehmlich ging es um die Verarbeitung und Herstellung verschiedener Produkte aus dem Trauben. Auch die Kultur kam nicht zu kurz. Es wurden Museen, Schlösser und Kirchen angeschaut. Die Kirchen luden jedes Mal zum Singen ein und der Chor gab einige geistliche Stücke in schöner Akustik zum Besten.

Nach einer Woche stand die Rückreise an. Diese führte wieder über Dresden, wo eine weitere Übernachtung geplant war. Dank Sigrid Kühnemann, die sich sehr für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche einsetzte, und noch immer sehr aktiv ist, hatte der Chor die Möglichkeit einen Stadtrundgang mit ihr zu unternehmen. Frau Kühnemann hatte schon einige Zeit vor der Reise einen Vortrag zur Dresdner Frauenkirche gehalten. Da wies sie auf die Arbeit des Celler Freundeskreises hin, der durch die Aktivitäten im Lauf der Jahre viel Geld für die Kirche gesammelt hat und es so möglich wurde, dass der Pfeiler „B“ der Frauenkirche durch diesen finanziert wurde. Am Sonntag, dem letzten Reisetag, war es dann soweit. Der Gesangverein hat am Gottesdienst in der Frauenkirche teilgenommen. Das allein war schon ein Erlebnis. Aber der Höhepunkt sollte für die Sängerinnen und Sänger noch kommen. Es wurde dem Gesangverein Nienhagen ermöglicht, als vierter Chor aus dem Kreis Celle in der Frauenkirche zu singen. Vorgetragen wurden Psalme, Motetten und ein altrussischer Kirchengesang, die ganz in diesen Rahmen passten. Die Menschen, die in die Frauenkirche kamen, setzten sich still und leise hin. Auch für sie war es beeindruckend, was hinterher einige Stimmen bezeugten. Frau Kühnemann sprach dem Chor einen herzlichen Dank aus. Auch der Pastor war sehr angetan und dankte dem Chor.

Einen schönen Abschluss fand die Reise dann mit einem gemeinsamen Mittagessen im Coselpalais bevor es nach Hause ging.